Hongischleudern

Das sind unsere Bienen. Sie wohnen im Farmgarten in der Nähe von Rochus und Ninas Haus. Aus dem letzten Bienenpost kennt ihr diese drei Völker ja schon.
Für sie ist das warme, sonnige Wetter sehr nützlich. Viele Pflanzen blühen früher als sonst und die Arbeiterbienen können so früh im Jahr schon ganz viel Nektar sammeln.
Den Nektar lagern sie in Form von Honig als Futter für sich und ihren Nachwuchs ein. Dieses Jahr füllen sich die Futterwaben ziemlich schnell und wir können schon heute Honig schleudern.
Weil ihr dieses Jahr nicht dabei sein könnt, fotografieren wir das und erklären euch, was wir machen.

Hier könnt ihr sehen, wie Nina ganz vorsichtig den Bienenkasten öffnet und eine Wabe herausholt. Wenn sie sich ruhig bewegt und entspannt ist, dann kann sie das auch ohne Schutzkleidung machen. Die Bienen erkennen dann, dass sie keine Gefahr ist, sondern helfen will. Allerdings verhält sich jedes Volk unterschiedlich. Eins von Ninas Völkern ist zum Beispiel etwas aggressiver. Da würde auch Nina sich schützen.
Bei diesem Volk ist es nicht einmal ein Problem, wenn wir zu viert drum herum stehen und Nina zuschauen.
Die Bienen lagern immer zuerst in der Mitte vom Bienenstock Honig an und danach erst außen. Deswegen nehmen wir auch nur die mittleren Holzrahmen heraus. Die anderen dürfen die Bienen erst weiter befüllen.

Bela ist zuerst ein bisschen angespannt und hat großen Respekt vor den Bienen. Nachdem er sieht, wie gelassen Nina mit dem Volk umgeht, kann er sich aber auch dazu überwinden und freut sich riesig.

Die Bienen halten sich noch am Holzrahmen fest und man muss sie sanft mit einem weichen Besen abstreifen. Das tut ihnen nicht weh und sie klettern einfach wieder in ihren Bienenstock und arbeiten weiter.
Danach können wir die Rahmen mit in den Saal nehmen und den Honig rausschleudern. Aus jedem dieser Rahmen bekommt man zwei Kilogramm Honig, wenn er ganz voll ist.

Wir wollen alle in die Honigschleuder reinschauen. Dabei ist es schwierig, die 1,50m Abstand einzuhalten, deswegen tragen wir Schutzmasken. Bevor wir uns aber an das Schleudern machen können, müssen wir die Holzrahmen erst noch vorbereiten.

Die Bienen verschließen die Waben nämlich, nachdem sie den Honig einfüllen. Den Verschluss kann man mit einer Art Kamm abschaben. An dem entfernten Wachs klebt auch ein bisschen Honig und man kann es, ähnlich wie Kaugummi, kauen und so den süßen Honig essen. Das übrig gebliebene Wachs spuckt man einfach wieder aus.
Normalerweise dürfen das Kinder machen, die gerade mithelfen. Uns Betreuern schmeckt das aber auch!

Zum Schleudern werden vier volle Holzrahmen aufrecht am Rand reingesteckt und langsam angekurbelt, damit die Waben nicht brechen. Danach werden die Rahmen umgedreht und der Honig von der anderen Seite wird herausgeschleudert. Der Honig sammelt sich unten in der Schleuder und kann mit einem Hahn abgefüllt werden.

Wir haben insgesamt 30 kg Honig aus ca. zwanzig Holzrahmen bekommen und das ist nur die erste Ernte! In den meisten Jahren kann man zwei- bis dreimal schleudern. Den Honig verkaufen wir oft an unseren Farmfesten. Hoffentlich können dieses Jahr noch welche stattfinden!

Wenn ihr Fragen zum Honig, den Bienen oder der Farm habt, dann meldet euch gerne und schreibt uns an elsentaler@elsental.de.
Wir freuen uns, von euch zu hören!