Unsere Hühner

Auch möchten wir Euch heute von den Hühnern berichten. Vielleicht haben gar nicht so viele von Euch mitbekommen, dass vor einiger Zeit eines der weißen Hühner begonnen hat, zu brüten. Während die anderen Hühner gegen 14:00 Uhr in den Garten gelaufen sind, nachdem das Gehege geöffnet wurde, blieb das weiße Huhn in einem der Legenester sitzen – ganz geduldig!!


Nun könnt ihr ja mit Recht fragen: Ja, welches der beiden weißen Hühner war es denn, das zu Brüten begonnen hat?

Und wie kann man denn die beiden unterscheiden?

Tatsächlich gibt es zwei Unterscheidungsmerkmale – das eine weiße Huhn ist größer, weil es natürlich aufgewachsen ist, das heißt es wurde von einer Henne ausgebrütet, das andere weiße Huhn ist kleiner, vermutlich weil es aus einem Brutapparat stammt.

Zudem kann man die weißen Hühner noch an ihrem Ring unterscheiden: das größere Huhn trägt den Ring an seinem rechten Fuß, das kleinere Huhn trägt es am linken. Wer möchte, kann darauf ja einmal genau achten, wenn die Farm wieder geöffnet ist. Auf jeden Fall war es das größere weiße Huhn, das begonnen hatte zu brüten.

Nachdem uns das aufgefallen ist, haben wir in den darauf folgenden Tagen ein paar Eier gesammelt und haben der weißen Henne insgesamt 5 Eier untergelegt – das war am Mittwoch, dem 11. März 2020.


Wie war es die Eier unterzulegen?

Eine brütende Henne ist immer sehr wachsam und darauf bedacht, ihr Nest zu verteidigen. So war es auch bei unserer großen weißen Henne: Um ihr die Eier unterzulegen, mussten wir die Henne hochheben und dabei hat sie natürlich in die Hand gepickt – aber nicht so stark, dass es sehr weh getan hätte. Wir setzten sie dann am Boden ab, gaben ihr ein paar Körner zu Picken und legten sorgfältig die fünf Eier, die wir mit einem Farbstift markiert hatten, in das Nest. Dann gingen wir aus dem Stall und sahen durch das Fenster, dass die Henne schon gleich darauf hoch hüpfte und sich in das Nest mit den fünf Eiern setzte.


Wie kommt eine brütende Henne denn zu ihrem Futter und zum Wasser?

Manche Hennen muss man tatsächlich einmal am Tag vom Nest holen (auch wenn sie dabei sicherlich wieder etwas picken) und ihnen einen Napf mit Futter und einen zum Trinken vorsetzen. Dabei können sie sich dann auch etwas die Beine bewegen und zudem können sie ein Häufchen ins Einstreu machen und dadurch beschmutzen sie nicht ihr Nest und die darin liegenden Eier.


Und wie war es bei unserer großen weißen Henne?

Sie war klug und wusste instinktiv, was ihr gut tun würde. Jeden Morgen verließ sie von sich aus zur Fütterungszeit ihr Nest, pickte mit den anderen Hühnern von den Körnern, trank vom frischen Wasser und … machte ein Häufchen – und dann hüpfte sie wieder zurück in ihr Nest.


Und wie ging alles weiter?

Tja, inzwischen wissen wir, dass sich leider in keinem der Eier ein Küken entwickeln konnte, da keines der fünf Eier befruchtet war.

Denn am 10. Tag des Brütens kann man die Eier überprüfen, ob in den Eiern ein Küken heranwächst. Man nimmt ein Ei nach dem anderen, geht in eine dunkle Ecke im Stall und hält eine sehr starke Taschenlampe unter das Ei und kann es damit durchleuchten.

Leider erkannten wir, dass die Eier von unserer Henne innen hell waren und in keinem der Eier ein kleines Küken zu finden war – denn sonst hätte man etwas Dunkles im Ei gesehen.

Sehr schade, aber das kommt vor! Nicht immer sind die Eier vom Hahn befruchtet und damit kann dann auch kein Küken heranwachsen.

Unsere große weiße Henne haben wir darauf hin zwei Tage aus dem Hühnerstall genommen und in den hinteren Bereich des Hasenhauses gesetzt. Dadurch hat sie den Bruttrieb verloren – sie hat also nicht mehr gespürt, dass sie still zum Brüten in einem Nest sitzen muss – und heute war es dann so weit: sie konnte wieder zu den anderen Hühnern zurück und ist heute nach langer Zeit wieder mit all den anderen Hühnern durch den Garten gestreift und hat energisch nach Wurzeln, Körnern und kleinen Krabbeltieren gescharrt – und es war deutlich zu sehen, dass sie sich dabei sehr wohl gefühlt hat…